Willkommen in Breitensee in Niederösterreich!

Auf dieser Seite finden Sie, was in und um Breitensee geschieht und sich in Bildern festhalten läßt.

 

Das verwendete Deutsch ist klobig, die Schrift schwer lesbar. 1725 bitten also die Breitenseer um einen Vikar, der kroatisch spricht. Wie und ob entschieden wurde, konnte nicht herausgefunden werden.

Unter Vikar versteht man den Gehilfen (Vertreter) eines Pfarrers oder einen Cooperator expositus, wenn es sich um den auf einer Filiale weilenden Geistlichen handelt; der Pfarrer ist dann Inhaber mehrerer Pfründe.

In verschieden Schriftstücken aus der späteren Zeit wird gesagt, dass in Breitensee einmal ein kroatischer Pfarrer gewesen sein soll. Ein Beweis hiezu konnte bisher nicht erbracht werden. Vielleicht ist obiges Schriftstück die Ursache dieser Aussagen.

 

Die josephinische Pfarrgründung 1784

Aus dem bisher Gesagten geht hervor, dass Breitensee 1659 eine eigene Pfarre war. Die Erbauung der Kirche fällt in die Zeit von 1629 bis 1638. Es ist naheliegend, dass gleichzeitig mit dem Kirchenbau auch eine Pfarre errichtet und ein Seelsorger zugeteilt wurde. Für das kleine und mit geringen Gütern gesegnete Breitensee – man möge sich bloß die mageren Ackergründe vor Augen halten – war es eine gewaltige Leistung, sich an ein großes Bauwerk zu wagen. Sinnvolle Motivation für den Kirchenbau kann nur das Streben nach einem eigenen Pfarrer gewesen sein.

Im weiteren Bestehen der Pfarre ist allerdings eine Abhängigkeit von Marchegg erkennbar. Sie endete damit, dass 1683 die völlige Zuweisung dorthin erfolgte. Die Pest hatte unter der Bevölkerung derart gewütet, dass für die geringe Zahl der Übriggebliebenen die Führung und Erhaltung einer eigenen Pfarre nicht mehr zu vertreten war.

Es ist verständlich, dass die Bewohner, nachdem die sich zahlenmäßig wieder erholt hatten, auf die Errichtung einer eigenen Pfarre drängten. Der Weg nach Marchegg war beschwerlich und infolge häufigen Hochwassers oft nicht gangbar. Älteren Leuten war es darum nicht immer möglich, wenigstens den sonntägigen Gottesdienst zu besuchen.

Es fragt sich, warum die kirchliche Behörde nicht schon früher den sicherlich schon früher vorgetragenen Wunsch des Dorfes erfüllt hat?
„Hatte Breitensee also grundsätzliche Einrichtungen für die Schaffung einer eigenen Pfarre zur Verfügung, so scheiterten die Versuche bisher wohl auch an der geringen Bereitschaft auch der Priester, in dem an und für sich sehr entlegenen Gemeindebereich als Pfarrer zu wirken. Mitentscheidend in dieser Frage waren zweifelsohne auch die zu erwartenden nur geringen Einnahmen aus der nicht allzu begüteterten Landgemeinde. Sicherlich kein Grund zur bisherigen Nichtbesetzung von Breitensee war die geringe Zahl von katholischen Gläubigern, denn spätere Ausweise über die Religionszugehörigkeit vermitteln das statistische Bild einer fast nur aus Mitgliedern der römisch-katholischen Kirche bestehenden Dorfgemeinde.“

Die Marchegger Grundherrschaft – Fürst Palffy-Erdöd - stand der Errichtung einer Pfarre stets wohlwollend gegenüber.
Joseph II. (Deutscher Kaiser von 1780 – 1790) war davon überzeugt, dass der wöchentliche Kirchenbesuch sich auch sehr deutlich auf die sittliche Grundhaltung der Bevölkerung auswirken werde. Er glaubte also religiöse Anliegen mit staatsbürgerlichen Zielsetzungen verbinden zu können. Durch intensive pfarrliche Betreuung sollte auch das kulturelle Interesse in dem Gemeinden besonders geweckt und gefördert werden.

Ohne auf die Reformen Joseph II. weiter einzugehen – viele Reformen mussten ja später wieder zurückgenommen werden – muss man es diesem von hohen Idealen beseelten Herrscher zugute halten, dass sehr viele Pfarren auf seine Veranlassung hin neu errichtet wurden (insgesamt 83).

Aus dem Hofdekret vom 20. Juli 1783 können wir – allein auf das Marchfeld bezogen – entnehmen:

Im Dekanat Orth sind folgende Änderungen durchzuführen:

„Breitstetten (460 Einwohner mit Straudorf) hat nach allerhöchstem Befehl Gemäßheit einen eigenen Seelsorger in der Qualität eines Pfarrers oder Local-Caplans anzustellen Kiemerleinsdorf (=Franzensdorf) mit Rutzendorf und Andlersdorf einen Pfarrer
Jedlesee mit 400 Seelen einen Lokal-Caplan
Matzen mit 655 Seelen einen Pfarrer
Breitensee mit 419 Seelen einen Local-Caplan
Weidendorf mit 1200 Seelen samt Velm-Götzendorf einen Pfarrer
Groß- und Klein Prottes mit 406 Seelen einen Local-Caplan
Unter Gänserndorf (=Gänserndorf) mit 435 Seelen einen Local-Caplan
Zwerndorf mit 495 Seelen und Baumgarten (mit 299 Seelen - gehören zum Stifte Melk) einen Pfarrer“

Breitensee war also vorerst eine Lokalkaplanei. Das ist ein zu einer Pfarrkirche gehöriges Gotteshaus, das nach dem Kirchenrecht von einer Mutterpfarre (=Mutterkirche) abgetrennt ist, also eine ganz oder teilweise selbstständige Kirche. Für Breitensee war die Mutterkirche Marchegg, die Lokalkaplanei wurde ganz selbstständig.

Unterschiedlich von der Lokalkaplanei ist die Filialkirche (ecclesia filialis).
Diese wird von der Mutterkirche aus mit einem Vikar besetzt; sie gleicht einer Seelsorgestation, die von der Mutterkirche (=Hauptkirche) aus betreut wird. Pfarrliche Verrichtungen – z. B. Führung der Pfarrmatrik, Cirkulare des Konsistoriums, Verkündigungsbücher u.a. – werden von der Filialkirche nicht geführt. Man stellt sich unter ihr am besten ein Gotteshaus im Sinne einer Kapelle vor. (9)

In der Bedeutung der Priester gab es Unterschiede:
Für einen Pfarrer war ein Jahresgehalt von 600 fl (Gulden), für einen Lokalkaplan ein solches von 350 Gulden aus dem von Josef II. geschaffenen Religionsfond bestimmt. Ein an die Pfarre zugeordneter Cooperator erhielt 250 fl.

Am 12. Juni 1784 schreibt Carl Graf Palffy als Herrschaftsinhaber von Marchegg an den zuständigen „Hochwürdigen hochgeborenen Fürsten und Herren Josef Exempten Bischof und der Heil. Röm. Reiches Reichsfürsten zu Passau“ einen Brief, des Inhaltes, dass die vorhin zu Marchegg gehörige Local-Caplaney auf allerhöchsten Befehl seiner Kayserlich Königlich Apostolischen Majestät zu einer eigenen Local-Caplaney erhoben, dass ihm das Patronatsrecht eingeräumt wurde und er nun bittet, den früheren Cooperator von Marchegg Gotthard Bartusch auf die Local-Caplaney Breitensee zu investieren und zu installieren.

Dieses Ansuchen brachte die Entscheidung über die Besetzung der neuen Pfarrstelle.

Lokal-Kaplan Bartusch wurde am 21. Juli 1784 durch den Bischof von Passau investiert und bald darauf durch den zuständigen Orther Dechant Ludwig Robl installiert.

Für Breitensee war durch die josephinische Reform ein neues Zeitalter auf dem kirchenlichen Sektor angebrochen.

Die Pfarrherren von Breitensee 1784 – 1848

  • Gotthard Bartusch (1784 – 1788)

Lokalkaplan Bartusch war vorher Kooperator in Marchegg und aufgrund der damit verbundenen seelsorgischen Tätigkeit in der zu Marchegg gehörigen Kirche Breitensee hierorts nicht unbekannt. So bot er die beste Voraussetzung, die schwierige Aufgabe des Schaffens einer neuen Pfarre durchzuführen.

Im Visitationsbericht der Passauer Diözese 1682 scheint Breitensee als eigene Pfarre, versehen mit den notwendigen Einrichtungen - also auch mit einem Pfarrhof - auf. Dieser Pfarrhof bestand jetzt nicht mehr, ein neuer musste gebaut werden. Bis das geschehen war, „wird als vorläufige Zuflucht das Haus des Bauern Gregor Pattenschitz Nr. 11 angegeben, wofür die Herrschaft Marchegg den Zins in der Höhe von 44 fl und 30 kr bezahlte“.

Graf Palffy erweist sich als großer Förderer der Lokalkaplanei, schon 1785 ist der neue Pfarrhof, den er auf seine Kosten bei Mitarbeit der Bevölkerung des Dorfes errichten hat lassen, bezugsbereit. „Der Pfarrhof ist mit Schindeln gedeckt und enthält zu ebener Erde zwei geräumige Zimmer samt einem Gesindezimmer, auch eine Küche, worin ein Backofen angebracht ist, weiters eine Speis‘, einen kleinen Keller.
….Der (Dach)-Boden dient zur Behältnis der Fütterung für das Rindvieh. Links befindet sich die Stallung, welche mit Schindeln gedeckt und vier Stück Kühe drinnen stehen können.

Rechts ist eine von Holz erbaute Holzschupfe, mit Schindeln gedeckt und letztlich befindet sich mitten im Hof ein Pumpenbrunnen. Beim Pfarrhof befindet sich ein Hausgarten mit 1200 Quadratklafter (=2.300 Quadratmeter) rings mit einer Planken eingefangen und mit verschiedenen Obstbäumen besetzt.“

Aus all dem kann man schließen, dass die damaligen Pfarrherren gewirtschaftet haben, und dass hiebei das Pfarrhausdach als Heuboden diente.
Lokalkaplan Bartusch erweist sich als äußerst reger und interessierter Pfarrer, der mit Eifer und mit Erfolg das in ihn gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen versteht:
Die Kirche wurde renoviert und mit neuen Bänken versehen, aus der Loretto Kapelle Marcheggg wurde der aus Holz angefertigte Kirchenchor mitsamt der Positiv Orger nach Breitensee gebracht und schon im Dezember 1785 neu aufgebaut.
Auch die Errichtung der ersten Breitenseer Schule fällt in seine Amtszeit; sie wurde 1788 fertiggestellt, vom Marchegger Maurermeister Scheidl erbaut, wobei die Bewohner von Breitensee Hand- und Zugrobot leisteten.

Kaplan Bartusch bezog ein Jahresgehalt von 350 fl. (Gulden = der „guldene“ Pfennig, hatte 60 kr = Kreuzer.) Der Viertelgulden mit 15 kr galt allgemein als Entlohnung für 1 Tagesarbeit.
Auch die Abgaben, die Breitensee für die Feier der Gottesdienste zu bezahlen hatte, wurden festgelegt:

  • Dem Seelsorger zu seiner besseren Subsistenz jährlich 40 Metzen Korn (= etwa 2.500 kg) anzuweisen, welches sie beim Richter zusammenbringt, der es dann dem Local-Seelsorger
    übergibt.
  • Demselben viermal des Jahres unentgeltlich nach Wien und zurück führen und
  • Den Krautacker jährlich unentgeltlich zu beackern, und mit Pflanzen, welche sie selbst hergeben, zu besetzen, denselben reinigen und das Kraut nach Hause führen. Schließlich ist das Brennholz, welches sich der Lokalkaplan selbst anzuschaffen hat, unentgeltlich zuzuführen.

Alles in allem war die Pfarre gut dotiert, es hat sich allerdings in der Zukunft gezeigt, dass die Gemeinde nicht immer imstande war, alle Leistungen zu vollbringen. Lokalkaplan Bartusch starb am 24. Juli 1788 nach „10 Tagen standhaft ausgehaltenem Faulungsfieber“. (10)
Das Begräbnis hielt der Stadtpfarrer von Marchegg Josef Sporrer. Die Teilnahme der Bevölkerung war groß, das Grab liegt links neben der Haupteingangstüre, überbaut von dem 1850 unter Pfarrer Newolka errichteten Vorhaus.

Errichtung des Bistums Wien (1785)
In der verwaltungsmäßigen Organisation der Kirche trat eine entscheidende Veränderung ein. Josef II. war es durch unermüdliche Bemühungen gelungen, ein neues Bistum für Österreich unter der Enns zu schaffen. In der Lokalchronik lesen wir darüber:
„Anno 1785 ist die Paussauische Diezoes den 26. April zerteilt und dieses V. U. Berg dem Erzbistume Wien einverleibt worden.“ Im Zusammenhang damit wurde das Dekanat Bockfließ geschaffen. Breitensee blieb dem Dekanat Orth zugehörig.

  • Pater Ruffin Schäfer (1788 – 1808)

Pater Schäfer kam vom Kapuzinerorden, er war vorher Provisor in Marchegg. Ebenso wie sein Vorgänger konnte auch er eine Reihe schöner Erfolge in Breitensee verzeichnen. In seine Zeit fällt die Eröffnung der neugebauten Schule. Diese lag jetzt im Bereich des Pfarrhofes, was die Zusammenarbeit zwischen Schule und Kirche sehr förderte. Die schon lange geplante Erweiterung des Friedhofes wurde unter Beiziehung von Kirchengeldern bei Mitteinbeziehung von Hand- und Zugrobot der Gemeinde durchgeführt. Schäfer ließ auch „mitten im Ort“ einen Turm mit einer Glocke errichten, damit – wie es in der Chronik heißt – die Gläubigen zum Gottesdienst aufgefordert werden konnten. Wesentlich für die Kirche war die Reparatur des Dachstuhles sowie seine Sicherung gegen drohende Einsturzgefahr.

Die Franzosen im Marchfeld (1805 – 1809)
Der Krieg zwischen Kaiser Napoleon I. und dem österreichischen Herrscherhaus brachte dem östlichen Marchfeld wieder einmal großes Leid. Breitensee erhielt vom 11. Dezember 1805 bis 7. Jänner 1806 französische Einquartierung. Die Chronik vermerkt, dass neben rücksichtslosen Requirierungen von landwirtschaftlichen Produkten auch das Leben im Orte empfindlich gestört wurde. Welcher Art diese Störung war, kann man sich bei der damaligen präpotenten französischen Soldateska unschwer vorstellen.
  • Kaplan Josef Aumann (1808 – 1813)

Josef Aumann war vorher Kaplan an der Pfarrkirche in Ebenthal. Er trat sein Amt als Lokalkaplan von Breitensee am 15. März 1809 an. Dieser sicherlich sehr ideal gesinnte Priester konnte seine Aufgaben wegen einer Brustkrankheit nicht immer so ausführen, wie er es gerne getan hätte. Oft war er auf die Hilfe des Pfarrers von Marchegg angewiesen.

Sein Hauptaugenmerk legte er auf die Tätigkeit in der Schule. Eine besondere Aufgabe erwuchs ihm als Seelsorger und ausgleichend-stabile Kraft während des neuerlichen „Besuches“ der Franzosen 1809.
Kaplan Aumann starb nach geduldig ertragenem Leiden am 1. August 1813. Neben der Bevölkerung des Dorfes nahmen auch der Pfarrer von Groissenbrunn Ferdinand Altmann un der Stadtpfarrer von Marchegg Ruffin Schäfer am Begräbnis teil. Sein Grab ist 1850 mit dem neuerrichteten Kirchenvorhaus überbaut worden.

  • Kaplan Leopold Kovecz (1813 – 1814)

Von ihm wissen wir, dass er aus Mähren stammte, und dass er vorher als Beneficiat (Messeleser) an der Kirche St. Peter in Wien tätig war.
Seine Amtszeit in Breitensee betrug bloß 7 Monate, dann wurde er auf die Pfarre Hollern berufen.
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  • Kaplan Ignaz Halada (1814 – 1825)

Halada stammte aus adeligem Geschlecht. Sein voller Name war Ernest Ignaz von Halada Edler von Gerencser. Halada hatte ein ausgezeichnetes Verhältnis zu den Gläubigen, man fasste rasch Vertrauen zu dem gelehrten Mann und achtete ihn im besonderen Maße.
Als er Breitensee verließ, um die Kuratenstelle im k.u.k. Provinzialkrankenhaus in Wien anzutreten, waren Kirche und Pfarrhof baulich in bester Ordnung, das nicht zuletzt auch durch zahlreiche Spenden und Stiftungen der Dorfbewohner.

  • Kaplan Wendelin Klähr (1825 – 1831)

Klähr war vorher Kooperator in Klein Höflein. Man beschreibt ihn als eher kränklichen Mann, der vom besten Willen beseelt wawr, denn aber doch die schweren Anforderungen, welche die Führung der Lokalkaplanei verlangte, überfordert zu sein, die Herzen der Breitenseer für sich zu gewinnen. Das mag ihn sehr bedrückt haben, und so verließ er - ohne sich weiter zu verabschieden – am 6. Jänner 1831 unser Dorf, um in Langenzersdorf das Uhlsche Benefizium zu übernehmen.

Georg Reithmayer war damals Stadtpfarrer in Marchegg. Bis zur Neubesetzung der Lokal-Kaplanei Breitensee zog er diese in seinen Wirkungsbereich ein.

In diese Zeit fällt die Visitation durch den Fürsterzbischof Johann Michael Leonhard. Die Schulkinder wurden damals (7. Juni 1831) in der Sakristei abgeprüft, die Firmung fand in Lassee statt.

  • Josef Franz Hegedüs (1831 – 1843)

Sein voller Name lautete Josef Franz Edler von Hegedüs. Er stammte aus Ungarn und war bisher Administrator in Ebersdorf an der Donau. Hegedüs wurde mit Freude und Erwartung in Breitensee begrüßt und am Peter- und Paulstag installiert.
Kirche und Pfarrhof befanden sich zu dieser Zeit in einem sehr vernachlässigten Zustand. Mit Energie und großem persönlichem Einsatz schuf der neue Lokalkaplan Abhilfe.

Innerhalb kürzester Zeit hatte er besten Kontakt zu den Leuten, er verstand es, sie für die Belange der Kirche zu interessieren; auch aktivierte er diesbezüglich seinen Wiener Bekanntenkreis. So war es möglich, Kirche und Pfarrhof bald wieder in Schönheit erstehen zu lassen. Als besondere Spenden mögen ein Kreuz-Partikel (durch Anton Vogovits) sowie ein Kreuzpartial mit den Reliquien der hl. Agatha und Liborii Bisch.M.M. (durch die Ehrw. Chorfrau Ferdinanda aus dem ehem. Kloster zu der Himmelspförtnerin) angesehen werden.
Der linke Seitenaltar war der Agatha Altar. Bedauerlicherweise wird über die damals sicher dort schon vorhandene Statue der hl. Agatha keine Aussage gemacht. Es wäre interessant zu wissen, seit wann sich dieses wertvolle Standbild in der Kirche befindet.
Eine große Gefahr schwebte 1831 über dem Ort. Die Cholera war ausgebrochen. Kaplan Hegedüs bewies hier hohe seelsorgische und menschliche Qualitäten und gewann dadurch besonderes Ansehen. Der Cholera fielen 7 Menschen zum Opfer. Als Dank für die glücklich überstandene Gefahr verpflichteten sich die Bewohner, die Dekorierung des Marienbildes durchführen zu lassen. (Man hört später nichts mehr davon)
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1834 erhielt die Kirche „ein hl. Grab mit drei bögen sammt einem liegenden Christusbilde und einem Kreuz mit zweyen Engelin“. Es war dies das Abschiedsgeschenk, das Hegedüs seinen Pfarrkindern darbot. Auf ihn wartete das Curat Benefizium im Wiener allgemeinen Krankenhaus.

Hegedüs behielt Breitensee stets in bester Erinnerung. 1842 sandte er einen prächtigen Tabernakel als Geschenk und 1860 ist er seinem Nachfolger Newolka bei der Beschaffung einer Subvention zwecks Ankauf einer neuen Orgel entscheidend behilflich.

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Wolfgang Garhöfer
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